Stollenbehälter

Problemstellung

Der untersuchte Trinkwasserbehälter befand sich in einem Bergstollen, nicht im Erdreich. Der Behälter wurde in Halbschalen erstellt, dessen Stöße mit einem Fugenband geschlossen wurden, welches auf die Beschichtung aufgeklebt wurde.  In einer von zwei Kammern warf dieses Fugenband Blasen und löste sich. Zur Aufklärung des Schadensfalls wurde eine Zustandsanalyse des Behälters durchgeführt.  Außerdem wurde das Fugenband selbst einer Analyse unterzogen.

Lösung

Um die Ursachen für die Blasenbildung aufzuklären, wurde neben einer Untersuchung des Fugenbandes auch die Zusammensetzung der Blaseninhalte durch chemische Analyse bestimmt. Neben sehr hohen Gehalten an organischen Verbindungen wurden auch sehr hohe Gehalte an Kalium festgestellt. Die Blaseninhalte der Proben unterschieden sich in ihrer Zusammensetzung nur geringfügig von der Zusammensetzung des gespeicherten Wassers. Die Resultate deuten daher auf einen auf Osmose basierenden Transportprozess hin.

Fazit

Die Ablösungen des Fugenbandes können mit hoher Wahrscheinlichkeit auf den erhöhten Feuchtegehalt des Substrates, bedingt durch eine während der Verarbeitung aufgetretene Kondensatbildung, zurückgeführt werden.